Mensch, Marke und Maschinenbau beim Anlagenbauer LMZ Lenkering

B2B Marketing Rules Podcast | Folge #02

Der B2B-Marketing-Stratege Torben Fangmann spricht bei uns darüber, wie er beim Anlagenbauer LMZ Lenkering den neuen Bereich Business Development eingeführt und Marketing und Vertrieb zusammengelegt hat.

War das so einfach möglich? Torben hat neugierige und motivierte Mitstreiter:innen gefunden und einen tollen Spirit zusammen mit seinem Team entwickeln können – auch wenn die Skepsis zu Beginn doch recht groß war.

    Ihr erfahrt in dieser Folge,

    • warum Vertrauen im Vertrieb essenziell ist und wie LMZ den Vertrauensaufbau ganz strategisch anging,
    • wie Torben ein Corporate-Influencer-Programm aufbaute,
    • warum Emotionen auch im B2B entscheidend sind,
    • wie die Content-Kreation bei LMZ neben den ganzen anderen Aufgaben gelingt und
    • wie eine nachhaltige Kommunikation für das Unternehmen über Social Media aussieht.

    In diesem Podcast...

    Philip Bolognesi

    Head of Content und Digital-Berater, digit.ly GmbH

    • Absolvent der Kommunikationswissenschaften, Politische Wissenschaften und Soziologie an der RWTH Aachen
    • zertifizierter Social Media- und PR-Manager
    • mehr als 20 Jahre praktische Erfahrungen in Agenturen, Unternehmen, Organisationen und Verbänden in den Bereichen Marketing und PR
    • Redakteur für Unternehmen und Agenturen

    Torben Fangmann

    Torben ist strategischer Leiter Marketing & Business Development bei der Lenkering Montage- und Zerspanungstechnik GmbH. Zuvor war Torben im Automotive-Bereich unterwegs. Aktuell konzentriert er sich mit seinem Team auf den Aufbau funktionierender Marketing- und Sales-Systeme zusammen mit strategischer Markenführung.

    Der gesamte Podcast Folge 2 als Transkript

    Kapitel 1: Intro

    BTB Marketing Rules.Wir sprechenüber Digital MarketingVertrieb und die besonderen Herausforderungen in B2B Unternehmen. Dabei lassen sich unsere Expertinnen und Gäste in die Karten schauen und geben Einblicke in dieB2B Marketing Praxis. Dieser Podcast wird präsentiert von digit.ly, der B2B Digital Agentur.Hallo und willkommen zu B2B Marketing Rules und heute habe ich einen Gast hier bei uns im Studio. Premiere . Kleine Premiere und zwar den Torben Fangmann. Hallo Torben.Hi. Schön, dass ich hier sein darf.

    Ja, schön, dass du unsere Einladung angenommen hast. Liegt ja wirklich sehr, sehr günstig, denn du warst ja gestern schon bei uns. Beim Kaminabend dabei und hast uns so gut ausgehalten, dass du gesagt, so für eine Podcast Aufnahme am kommenden Tag stehe ich nochmal zur Verfügung.Genau gab ja, gibt ja genug Kaffee heute noch. Von daher gar kein Problem.Wir haben ja keine Kaffeemaschine hier im Studio stehen, aber vielleicht kommt ja der eine oder andere und bringt uns mal was vorbei. Aber eh, wir starten. Vielleicht erzählst du einfach mal, wer du bist, was du machst und vor allem für wen?

    Kapitel 2: Einleitung

    Ja, gerne. Also Torben Fangmann du hattest gesagt, eigentlich mein Hauptthema ist Marketing und Marke im B2B. Ich arbeite jetzt im Maschinenbau, bei LMZ Lenkering. Wir sind rund 30 Leute im Bereich Automatisierungstechnik. Also ganz kurz, was wir machen. Wir bauen individuelle Automatisierungssysteme für produzierende Unternehmen, sprich wir helfen dabei, verschiedenste Prozesse in der Fabrik, Montageprozesse, Prüfprozesse, Logistikprozesse zu optimieren, zu verbessern.Und meine Aufgabe ist eigentlich also den Bereich haben wir jetzt genannt Business Development. Das ist auf der einen Seite die Zusammenführung der Bereiche Marketing und Sales, also dass wir wirklich von Anfang an gesagt haben, wir bauen das als einen komprimierten gemeinsamen Bereich auf, auch mit einem gemeinsamen Verständnis und eben dann auch noch die Schnittstelle zur Geschäftsführung, um eben die strategischen Themen, die uns alle beschäftigen, anzugehen.

    Kapitel 3: Vorstellung Torben Fangmann & LMZ

    Und du bist ja nicht allein in deinem Team.Ja, also was ich bei uns sehr schätze ist, dass ich halt sehr, sehr eng mit direkt der Geschäftsführung, das ist bei uns der Dennis Lenkering zusammenarbeite. Was kommen wir sicherlich später auch noch zu, sehr wichtig für die meisten Themen rund um Marke, Markenführung und auch weitere B2B Marketing Themen ist. Also, dass da die Schnittstelle wirklich auch mit enger Kommunikation zusammenläuft und dann eben jetzt vor allem auch Fokus auf unser Vertriebs Team, was wir aufbauen, ausbauen, um eben da auch zu sagen Hey, wir sind zwar in einer doch noch recht konservativen Branche mit dem Maschinenbau Sondermaschinenbau, aber wir wollen da neue Wege gehen. Auch neue Vertriebswege uns überlegen und arbeiten wir dann ja sehr starkdran.

    Neue Vertriebswege. Super Stichwort. Wie bist du denn da gestartet? Hast du am Anfang schon so ein Konzept so vor dem geistigen Auge gehabt und gesagt, LMZ will ich jetzt da in diese Richtung hin entwickeln? Oder gab es schon so ein Konzept und man hat dich einfach ja eingekauft und gesagt hörmal mit dem Torben, da können wir so was umsetzen.Ja, also es gab sicherlich eine Vision und es wäre falsch gesagt. Also ich rede häufig davon, dass ich sehr dankbar dafür bin, auf einem leeren Blatt Papier starten zu dürfen und dass mir da viele Freiheiten auch aus Marketing Sicht gegeben wurden. Es wäre aber falsch zu sagen, dass es ein komplett weißes Blatt Papier ist, weil sicherlich auch aus der Geschäftsführungsseite eine klare Vision dafür besteht, wo das Unternehmen sich hinbewegen soll.

    Kapitel 6: Was waren die ersten Steps?

    Aber was wir doch recht schnell bemerkt haben, ist, dass wir strategisch ansetzen sollten. Also die eine der allerersten Maßnahmen, die ich eigentlich damals bei uns oder die wir gemeinsam bei uns gestartet haben, ist, dass wir uns ein Konzept überlegt haben, uns mit unseren Kunden zusammenzusetzen, ganz intensiv in Kunden.Interviews, in offenen Gesprächen darüber zu sprechen: Was schätzen Kunden an uns?Wie läuft die Zusammenarbeit? Wo kann man auch noch optimieren in der Zusammenarbeit? Und daraus eben für uns dann die Potenziale zu entdecken. Eigentlich, was uns als Marke ausmacht, wo wir als Unternehmen stehen und was wir ganz gezielt auch anders und besser machen können als unsere Konkurrenz.

    Also ihr seid ja quasi direkt erst mal an die Primärquelle gegangen und habt irgendwie kein Gefühls Marketing betrieben, nach dem Motto In diese Richtung müssen wir ja so ein bisschen mehr liefern oder uns dorthin entwickeln. Sondern ihr seid direkt an die Kunden herangegangen und habt aktiv nachgefragt.Ja, für mich auch vielleicht so ein bisschen aus einem Selbstschutz heraus, weil wenn ich jetzt in der Marketing Position im Unternehmen reinkomme und dann direkt operativ loslege und auf dieses klassische Gefühls Marketing mache. Aber am Ende habe ich ja auch Zielvorgaben, die ich zu erreichen habe, wo ich am Ende dann nachher dran gemessen werde. Und wenn aber die Basis im Vorfeld nicht da ist und ich da gar nicht sicher sein kann, dass ich überhaupt die richtigen Botschaften kommuniziere, dann können die Techniken und die Onlinemarketing Tools hinten raus tiptop sein.

    Kapitel 9: Gab es Aha-Momente?

    Eine richtig gute Anlage zu machen. Was ich unterschätzt habe, ist der ganze Faktor Projektmanagement, also wie viel doch herauszuholen ist in der Zusammenarbeit, im Projekt mit Kunden und wie viel wir da noch tun können, wie viel wir sicherlich auch heute schon tun und umgesetzt haben, aber wie viel man da rausholen kann aus diesen ganzen Prozess und wie das eben auch zu einer Zufriedenheit, im Idealfall natürlich zu einer Begeisterung beim Kunden fühlt, weil er sich eben nicht nur mit dem Endresultat identifizieren kann, sondern auch sich über den kompletten Prozess der Zusammenarbeit eben optimal aufgehoben fühlt bei uns.

    Hm. Okay. Ja, du hast vorhin auch einen wichtigen Begriff in meinen Augen auch genannt, und zwar Botschaft. Welche Botschaft ist denn quasi so aus dem Feedback eurer Kunden resultiert? Oder habt ihr da irgendwie an eurer Positionierung, an eurem Mission Statement noch mal gefeilt und gesagt Ja, wir müssen uns ein bisschen anders jetzt nach außen darstellen?Was wir gemerkt haben, ist einmal, dass der Faktor der Partnerschaftlichkeit noch stärker in den Fokus gerückt werden sollte. Wobei das auch mit einer Herausforderung wieder einhergeht, weil Partnerschaftlichkeit. Wenn ich jetzt einfach auf der Website schreibe Wir sind euer Partner, da mache ich wieder das, was jeder andere auch macht. Weil Partnerschaftlichkeit ist so ein Attribut, das muss man zeigen, das kann man schlecht einfach sagen, weil es auch so ein bisschen verbraucht schon ist.

    Weil Social Media lebt ja von einer Kontinuität. Und wenn wir die nicht übers ganze Jahr bringen können, dann verflacht so eine Markenkommunikation auf Personen Ebene in dem Fall.Okay, also ihr habt ja erst mal so Dennis auf LinkedIn positioniert. Wie seid rangegangen? Habt ihr eine Strategie entwickelt? Habt ihr einen Redaktionsplan aufgesetzt? Habt ihr gesagt, oder vielleicht war das auch der erste Schritt. Wer möchten dich gerne so als Vordenker der Branche eurer, eures, eurer Nische positionieren, das ihr es erst mal ausgesucht habt irgendwie die und die Themen, die sind für uns relevant und würden uns auch in die Karten spielen.

    Genau. Also auf der einen Seite gibt es Themen, die wir bespielen wollen, wo wir uns auch gezielt positionieren möchten. Auf der anderen Seite finde ich es immer zu kurz gedacht, wenn man direkt mit einem Redaktionsplan startet. Also was wir wirklich gemacht haben und das ist für mich der Kern einer vernünftigen Personal Branding Strategie, dass ich erst mal wirklich die Identität der Personnenmarke entwickle.Und dann haben wir uns hingesetzt und sind wirklich mal durchgegangen, was ist denn der persönliche Weg? Was ist die Hintergrundgeschichte, sei es jetzt der Bildungsweg, die in seinem Fall jetzt auch die Gründungsgeschichte des Unternehmens. Dann persönliche Werte, die einem mitgegeben wurden, im Privatleben, im Berufsleben. Was zeichnet die Person eigentlich aus, um dann zu sagen Okay, hier haben wir, von hier haben wir Verknüpfung, hier haben wir Schnittstellen zu den Themen, die wir bespielen wollen, hier haben wir Schnittstellen.

    Das sollte man auch nach außen bringen, weil das zahlt doch wiederum auf die Botschaft ein, die wir da nach außen bringen wollen. Und das ist Glaube ich sehr wertvoll, um eben dann auch so eine Frequenz halten zu können.Content Mindset ist nun wirklich ein sehr, sehr guter Begriff, den werde ich mir auf jeden Fall merken. Das Community Management, also den Austausch mit den einzelnen Kontakten, das übernimmt dann Dennis dann selber.Genau. Also ich arbeite dann auch wiederum mit ihm zusammen. Gerade wenn zum Beispiel mal volle Tage sind, wo er dann auch viel in Termine eingebunden ist. Dass er dann auf dem Laufenden ist, dass ich ihm zum Beispiel mal sage Hey, da ist noch ein Kontakt, weil das kann dann schon mal hintenüber fallen. Aber das Community Management, dass handelt er selbst, weil er das merkt.

    Kapitel 15: Das Community Management

    Wie gesagt, das merkt man halt, wenn das nicht die Kommunikation der Person selbst ist.Ja, ich kann mir natürlich vorstellen, wenn er bei einem Kunden Termin ist, wird er bestimmt ein bisschen Content produzieren. Ob das jetzt ein Video oder ein Bild ist. Habt ihr da so fixe Formate, die ihr vor euch etabliert habt?Also einmal glaube ich, lebt Social Media auch davon, dass man nicht immer die fixen Formate hat, also dass man auch mit Gewohnheiten bricht und einfach mal andere Sachen macht. Und sei es mal ein Selfie von Ich bin heute da. Ich glaube also, ich habe zum Beispiel auch festgestellt, dass gerade diese semiprofessionellen Bilder, die man mal eben selbst von sich geschossen hat und wo man dann wirklich eine persönliche Geschichte zu erzählt, deutlich besser noch performen als jetzt die hochgradig professionell geschossenen Bilder, wo man direkt merkt okay, diese Geschichte, die wir heute erzählt, hat er sich vor zwei Wochen ausgedacht, was ich nicht schlechtreden möchte, das gehört auch zu der Kommunikation dazu.

    Kapitel 18: Identitätsfindung

    Das auch sehr offen gehalten, dann das Gespräch, weil ich will dann nicht einfach irgendeine Checkliste abarbeiten, sondern wirklich hören von dem Gegenüber, was ihn beschäftigt. Das ist mir dann auch wichtig, weil ich finde, das hat auch was mit der eigenen Zufriedenheit der Mitarbeiter hinten raus zu tun. Wenn Sie wirklich auch merken, dass es Ihre eigene Kommunikation ist. Und was uns als Unternehmen auch wichtig ist, dass sie ihre eigenen Inhalte und Interessen nach außen tragen dürfen.Und eben nicht nur das Werbeplakat von uns sind.

    So Umsetzung auch spannend denke ich mal also viele haben Angst vor dem weißen Blatt oder vor dem weißen Posting Feld bei LinkedIn. Wie gehen die an diese Sache heran? Gibt es da vielleicht irgendwie so so einen Redaktionsplan? Habt ihr irgendwie ein Kanban Board, wo ihr Dokumente ablegt und guckt dann noch mal drüber, pfeilst da noch mal alles so ein bisschen glatt?Wie sieht das da aus bei euch?Genau, Kanban-Board ist der richtige Ansatz. So machen wir es also. Wir machen regelmäßig Redaktionsplanung, dass wir uns einfach mal hinsetzen, sagen Hey, welche aktuellen Themen haben wir? Aus Unternehmenssicht ist es immer gut, wenn man den aktuellen Kontext für eine Botschaft hat, wenn man sagt Hey, ich war gestern dort und dort und deswegen kann ich euch heute die Geschichte erzählen.

    Kapitel 19: Die Umsetzung

    Da schauen wir, dann sagen wir allgemein, was liegt aktuell bei dir auf dem Tisch oder was sind gerade Themen, wo du sowieso drüber nachdenkst? Und wie wollen wir das bespielen? Da unterstütze ich dann auch gerne in der Ideenfindung, oder ja, konkretisier vielleicht noch mal ein bisschen die Gedankengänge, die der jeweils andere hat und so, also mache ich aber ja auch bei der Kommunikation, die ich selbst betreibe, weil ich glaube, jeder, egal wie versiert man in Social Media Kommunikation oder Kommunikation als solches ist, ist es extrem wertvoll, da noch mal ein paar weitere Augen draufschauen zu lassen.

    Ja, und dann ist es so. Es sind ja persönliche Profile. Heisst, ich mache keine Vorgaben, was publiziert werden darf. Natürlich werden Inhalte publiziert. Wenn es jetzt auch Unternehmens Inhalte sind, die freigegeben sind. Also irgendwelche internen Videos kann ich nicht rausgeben, aber wenn ich und das spreche ich auch mit den Mitarbeitern ab, wenn ich noch mal drüberschauen soll, auch was Formulierungen angeht, was Postings angeht, dann gebe ich nur Vorschläge, weil ich möchte nicht die Posts überarbeiten nach dem Motto: So klingt es irgendwie cooler, weil eigentlich bin ich ja jemand, der sagt, mich regen die Posts ja auch auf die drei PR Abteilung im Unternehmen noch mal Gedanken, sondern am Ende haben die gar keine Botschaftmehr, weil alles glattgebügelt ist. Da passe ich schon auf, dass die jeweiligen Mitarbeiter ihre Botschaften selber rausbringen und ich höchstens wie gesagt einen Formulierungsvorschlag mache, was auch dann bei einem Vorschlag bleibt und nicht bei einer Änderung die fix ist.

    Glaube ich ein ganz großes Problem. Du hast das ja auch schon erwähnt. Kontinuität ist aber auf Social Media essenziell. Wie hältst du denn die Leute so ein bisschen so ans am Laufen? Also der Faktor Motivation ist ja entscheidend.Es wäre gelogen zu sagen, dass man das direkt von Anfang an alles läuft. Natürlich investiere ich viel Zeit auch rein, dass die Leute am Ball bleiben und dann spricht man das immer wieder gemeinsam durch, beispielsweise regelmäßige Redaktionsplanung und wenn Postings fixiert sind, dass sie auch eingehalten werden. Oder man sagt mal Hey, diese Woche hat nicht so zeitlich geklappt, kann ja mal passieren.

    Kapitel 20: Kontinuität und Motivation

    Wollen wir uns mal hinsetzen und gucken, dass es nächste Woche, dass wir da schon mal was vorbereiten, dass nächste Woche dann was nachgeholt werden kann oder so. Grundsätzlich wovon ich überzeugt bin oder was, wovon ich ein Fan bin, ist so dieser interne Community Gedanke, dass wenn wir mehrere Leute haben, die Social Media Kommunikation betreiben oder die eben auch Themen nach außen tragen, dass die sich gegenseitig auch immer wieder motivieren, am Ball zu bleiben.Weil mein Gedanke ist eigentlich, wenn wir uns regelmäßig zusammensetzen mit den verschiedenen Leuten, die regelmäßig Content publizieren und uns gegenseitig erzählen, was läuft gut, was läuft schlecht? Hier habe ich noch mal einen Tipp für dich. Hier noch mal ein Tipp für mich und das Thema Ich weiß nicht, ob es dir eingefallen ist, aber ich habe es doch letztens gesehen, dass du daran gearbeitet hast, so diese Dynamik zu schaffen. 

    Dann glaube ich, dass ich langfristig überhaupt nicht mehr hinterher muss, sondern dass die Leute oder ich das ist das langfristige Ziel, dass durch diese Dynamik die Leute sich eigentlich selbst ständig motivieren, da auch wirklich am Ball zu bleiben. Zumal, das hatte ich ja gesagt, Ziele, wenn Ziele dahinter stehen oder die Person auch weiß, dass es für den eigenen Job förderlich ist, das Ganze zu tun, steckt ja auch eine Eigenmotivation dahinter, das Ganze weiter fortzusetzen.Also die machen es ja am Ende nicht für mich, oder sollten sie nicht für mich.

    Im Idealfall.Ja.Ihr macht das natürlich nicht nur aus dem Selbstzweck heraus, sondern ihr verfolgt natürlich auch Ziele, das hast du gesagt. Wie lassen sich denn so die die Effekte messen oder wie geht ihr da an die ganze Sache heran? Sagt ihr einfach okay, wir haben jetzt hier in den letzten keine Ahnung, vier, fünf Monaten soundso viel Likes oder Kommentare ergattern können.Und auf unsere Company Page hat sich das auch ausgewirkt? Also wie versucht ihr da euren euren Impact da zu messen?Ja, also die kurzfristigen, also da wo man kurzfristig am besten Insights drüber generiert, sind eben die klassischen Social Media Kennzahlen, die wir uns anschauen. Wobei man da vorsichtig sein muss, weil wenn ich jetzt nur darauf schaue, welche Themen und welche Postings die meisten Likes generieren, lande ich schnell in so einer Oberflächlichkeit. Weil es ist einfach dem Medium geschuldet, dass oberflächliche Beiträge in der Regel besser performen oder gewisse Themen eben besser performen, als wenn ich jetzt irgendwo technisch ins Detail gehe.

    Kapitel 21: Ziele messbar?

    Aber wiederum jemand, den diese technischen Details interessiert, vielleicht viel angefixter von dem Thema ist und ich dadurch am Ende mehr erreicht habe, wie wenn ich jetzt die riesen Reichweite mit einem allgemeinen Posting erreicht habe. Also ich versucht eine gesunde Mischung eigentlich immer zu halten und das empfehle ich auch den anderen Leuten bei uns, dass man da so eine gesunde Mischung reinbringt zwischen persönlichen Themen, fachlichen Themen.Und so weiter. Und wenn man jetzt zum Beispiel den Vertriebs Bereich nimmt, dann kommt natürlich auch das Thema Social Selling auf, dass man eben wenig Kontakte auch über LinkedIn generiert, dass es Leute gibt, die sich mit dem Content identifizieren und dadurch dann eine Kontaktaufnahme über das Medium stattfinden kann. Und dann sieht man ja auch, was da Vertrieb seitig am Ende bei rumkommt.

    Und das ist natürlich auch eine Messung, die wir am Ende durchführen.Welche Formate, das würde mich jetzt trotzdem mal wirklich interessieren. Kannst du denn so sagen, was denn so wirklich gut funktioniert bei LinkedIn? Also du hast natürlich Möglichkeiten bei bei LinkedIn Videos einzubinden, Dokumente hochzuladen, PDF Slide Shows was habt ihr da so am Start und was performt da wirklich am besten?Da gibt es ja verschiedenste Leute, die einem immer wieder erzählen wollen. Das ist der bahnbrechende Kanal, das ist das bahnbrechende Format. Was ja am besten performt, kann man so nicht sagen, weil es einfach sehr Branchen und Themen abhängig ist, meiner Meinung nach. Für uns funktionieren zum Beispiel technische Videos sehr gut, was Zielgruppen abhängig ist. Wenn ich jetzt einen technischen Projektleiter als Ziel Kunden habe oder als den Ansprechpartner in unseren in unseren Kunden Unternehmen, habe.

    Kapitel 22: Welche Formate funktionieren auf LinkedIn?

    Der interessiert sich natürlich dafür, gerade bei einer Automatisierung Anlage. Was bewegt sich am Ende in der Anlage? Was ist da drin verbaut? Wie funktionieren die Prozesse und das ist auch jemand der schaut sich diese zwei Minuten Anlagen Video an und der versteht was da drin passiert und was die Vorteile da drin sind. Und das kommt bei der Zielgruppe extrem gut an, allgemein sonst auch Bildmaterial, gerade wenn Personen zu sehen sind, also dass man diese persönliche Kommunikation auch zeigt.

    Und was ich gerade ja schon angesprochen habe, dass man nicht alles hoch professionalisiert machen muss, sondern Social Media ist halt eine spontane Plattform oder LinkedIn ist eine spontane Plattform in dem Sinne auch. Dann drehen wir halt ein Video, was jetzt gerade spontan beim iPhone aufgenommen wird, weil wir jetzt gerade was zeigen wollen. Ich finde, das macht auch den Charakter des Mediums aus, aber auch von uns als Unternehmen, dass wir, sagen wir auch Thema Innovation wieder.Man muss auch einfach mal in dieses Testing reinkommen. Wir haben jetzt zum Beispiel bei uns auch ein Labor eingerichtet, wo wir sagen, wir wollen Produkte testen, Technologien testen, einfach auch für uns schauen. Wir wollen es auch intern unseren Leuten zur Verfügung stellen und Kunden zur Verfügung stellen, um eben auf die Schnelle Sachen testen zu können. Und das muss auch im Charakter transportiert sein.

    Zu sagen, wir haben eine Idee und wir können die einfach fix umsetzen und da muss es nicht direkt das Video Team von irgendwo sein, wo man dann drei Wochen konzeptioniert und am Ende kommt dann 30 Sekunden Clip raus, sondern einfach zu sagen okay, wir sind so spontan, wir sind so agil und ich glaube, dass das durch das Medium sehr gefördert wird. Diese Spontanität.Bekommt ihr technische Unterstützung? Du hast gerade gesagt, iPhone, da würde ich mal sagen, okay, das macht ihr dann selber. Aber gibt's auch andere Formate, wo ihr denkt, da haben wir jetzt irgendwie nicht das Equipment am Start und auch nicht die Kompetenz, das kaufen wir extern ein.

    Intern.Alles, intern.Alles Intern. Wir geben uns Mühe.Respekt, Respekt. Jetzt haben wir viel über Personal, Branding und die persönliche Kommunikation von euren Corporate-Influencern gesprochen. Was teilt ihr denn auf eurer Company Page auf LinkedIn?Das sind teilweise ähnliche Inhalte. Also wenn wir zum Beispiel Anlagen fertigstellen und Kunden Projekte präsentieren, dann wird das auch über unsere Company Page gemacht. Und das sind dann auch Videos, die sowohl Corporate technisch gepostet werden, als auch unseren Mitarbeitern zur Verfügung stehen, um das selbst zu posten. Und ansonsten betreiben wir zum Beispiel noch das LMZ Magazin, also ein Blog Format, wo wir dann auch verschiedenste Blogbeiträge in einer Regelmäßigkeit hochladen.

    Kapitel 23: Was teilt LMZ auf der Company-Page auf LinkedIn?

    Die werden zum Beispiel dann auch über das Corporate-Profil dann hochgeladen. Das sind so die grundsätzlichen Themen, die wir da spielen.Ja, das ist natürlich auch ein Brett ein Blog aufrecht zu erhalten.Man muss sagen, wir haben uns jetzt nicht hingesetzt und gesagt, okay, da muss jetzt alle zwei Wochen ein Artikel raus, sondern wir gehen halt danach, wenn wir was Interessantes zu erzählen haben. Und wenn ein Thema ist, was akut ist, was unsere Zielgruppen interessiert, dann spielen wir das und ich bin sowieso oder ich habe gemerkt, wenn ich wirklich effizient Content Marketing betreiben will, dann muss ich crossmedial denken.

    Kapitel 24: LMZ Magazin

    Sprich in so einer Art Content-Recycling oder wie man es nennen möchte, dass ich schaue, zum Beispiel nehmen wir den LMZ Industry Talk. Wir haben ein YouTube Video, was wir daraus generieren, wo wir den Experten Talk wirklich aufgezeichnet haben, gerade auch weil es dann wieder die Persönlichkeit in so einem Format gut zur Geltung kommt. Einmal ist ja Dennis in dem Format wieder mit drin und eben auch die Persönlichkeit des Experten, den wir zu Gast haben, weil wir auch danach natürlich schauen, die jeweiligen Gesprächspartner auszuwählen.

    Kapitel 25: Crossmedial denken

    Das sollen halt Leute sein, auch die von der auf der persönlichen Ebene überzeugen. Und das Ganze kann man aber auch ideal wieder aufbereiten, zum Beispiel als Blogbeitrag oder auch als mehrere Blogbeiträge, um eben auch zu sagen Hey, es ist nicht jeder der Typ, der sagt, ich will mir jetzt 15 oder 20 Minuten YouTube Video angucken. Es gibt Leute, die einfach nebenbei mal was durchlesen wollen.Oder auch wenn wir Snippets auf Social Media hochladen oder auch dazu textlich auf Social Media was hochladen um eben auch verschiedene Content Konsumenten an in dem Sinne abzuholen, weil ich auch zum Beispiel daran denken muss, wo konsumieren denn unsere Zielgruppen eigentlich den Content, den wir zur Verfügung stellen? Das kann ja gut sein, dass jemand auf der Arbeit sitzt, in einem Großraumbüro. Grad nicht die Kopfhörer parat hat.

    Der kann sich vielleicht nicht das YouTube Video anschauen, der ist viel besser beraten damit, dass wir das noch mal für ihn als Text Beitrag aufbereiten, um so dann eben auch wieder verschiedene Leute abzuholen.Ja, die Mischung macht's da glaube ich einfach, weil das Nutzerverhalten immer relativ unterschiedlich ist, besonders im B2B-Bereich. Schauen wir mal nach vorne. Was habt ihr euch denn für die mittelfristige bzw langfristige Zukunft so ausgedacht?Also was aus Marken Sicht sehr relevant wird für die Zukunft ist, dass wir eben nicht nur, wir haben jetzt viel über Vertrieb geredet, über social selling gesprochen, also viel so die Kunden Zentrierung, die Kunden Brille aufgehabt, was glaube ich sehr sehr relevant in Zukunft wird. Auch für uns, aber auch für andere Unternehmen ist das ganze auch aus einer Recruiting Perspektive, also aus einer Employer Branding Perspektive zu betrachten?

    Kapitel 26: Aussicht in die Zukunft von LMZ

    Wie finden wir denn in Zukunft genau die Leute für unser Team um eben, wir hatten es gesagt, wir wollen wir gehen in Richtung Fabrik der Zukunft, wir wollen die Fabrik der Zukunft gestalten. Da brauchst du die Leute, mit denen du das auch umsetzen kannst. Und das wird für uns ein großes Thema zu sein, unsere Marke da auch für zu rüsten, da investieren wir auch in den nächsten Jahren rein, um da eben uns auch deutlich stärker in die Richtung noch auszurichten.Auch da wiederum ich finde, man kann es genauso da auch machen, wie man es auf Kundenseite macht, mit den Leuten sich hinzusetzen, zu sprechen und zu sagen: Was braucht ihr ? Oder Was wünscht ihr euch von einem Arbeitgeber der Zukunft? Wer dauernd über die Fabrik der Zukunft spricht, der muss auch Arbeitgeber der Zukunft sein und dementsprechend eben moderne Wege in dem Bereich gehen.

    Und das ist auf jeden Fall ein großes Thema, was mich auch aus Marken Sicht in den nächsten Jahren beschäftigen wird.Das klingt schon sehr, sehr spannend und wir werden das auf jeden Fall weiter verfolgen. Wir sind ja denke ich mal ab gestern zumindest im intensiven Austausch. Torben Vielen, vielen Dank für das Gespräch. War für mich jetzt auch eine kleine Premiere, hier direkt mit jemand zu sprechen von von extern, direkt in unserem Studio. Also Vielen Dank noch mal für deine Zeit, wenn ihr da draußen Feedback habt, wie euch diese Folge gefallen habt, wenn ihr noch Fragen habt, an den Torben, den werden wir ja auch noch mal den Shownotes verlinken oder an an mich, an uns dann gerne her damit.

    Kapitel 27: Schlusswort

    Gerne Feedback auch mit Daumen und was auch immer für Interaktionssignale ihr zur Verfügung habt. Ja, ich kann nur sagen vielen vielen Dank Torben nochmal für deine Zeit und ja, bis zum nächsten Mal.Sehr sehr gern. Hat großen Spaß gemacht.

    Kapitel 28: Outro

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